Anti-Geldwäsche & Finanzkriminalitätsprävention kurs

Schützen Sie Organisationen vor Betrug, Geldwäsche und Finanzkriminalität – mit diesem praxisorientierten AML-Training. Lernen Sie, verdächtige Transaktionen zu erkennen, Compliance-Vorschriften zu verstehen und Finanzrisiken souverän zu steuern. Bauen Sie gefragte Kompetenzen in den Bereichen Geldwäschebekämpfung, Betrugsprävention und Financial Compliance auf. Ideal für angehende Compliance-Experten, Bankmitarbeiter, Finanzteams sowie alle, die sich für die Prävention von Finanzkriminalität interessieren.

Professional businessman reviewing financial reports and compliance documents in a modern office for Anti-Money Laundering (AML) and Financial Crime Prevention training course.

Geldwäscheprävention und die Verhinderung von Finanzkriminalität gehören in Deutschland heute zum Pflichtwissen für Fach- und Führungskräfte. Weltweit wird das Volumen der Geldwäsche weiterhin auf 2–5 % des BIP geschätzt, und in Deutschland ist AML/CFT ein klarer Aufsichtsschwerpunkt. Das GwG verlangt wirksames Risikomanagement, Kundensorgfaltspflichten, die Prüfung wirtschaftlich Berechtigter, Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten sowie Verdachtsmeldungen. Gleichzeitig steigen die Erwartungen von BaFin, FIU Deutschland und dem europäischen Regulierungsrahmen weiter an. Mit dem 2024 beschlossenen EU-AML-Paket und der AMLA mit Sitz in Frankfurt brauchen Unternehmen Mitarbeitende, die sowohl die aktuellen deutschen Pflichten als auch die künftige europäische Entwicklung verstehen.

Dieser Kurs ist wichtig, weil er Regulierung in praktische Handlungskompetenz übersetzt: In sechs Modulen lernen Teilnehmende die Grundlagen der Geldwäscheprävention, das GwG, KYC, Verdachtsmeldungen, Typologien sowie neue Entwicklungen wie KI, Blockchain, Kryptorisiken und die künftige Rolle der AMLA. Der Kurs ist gezielt auf die Anforderungen des deutschen Marktes ausgerichtet. 

 

Lernziele

  • Die rechtlichen Grundlagen der Geldwäscheprävention verstehen: GwG, EU-AML-Richtlinien und die AMLA-Verordnung
  • Den risikobasierten Ansatz gemäß FATF-Empfehlungen und BaFin-Anforderungen anwenden
  • Interne Kontrollsysteme, Compliance-Strukturen und Transaktionsmonitoring aufbauen und betreiben
  • Kundensorgfaltspflichten (KYC/CDD), verstärkte Sorgfaltspflichten (EDD) und vereinfachte Sorgfaltspflichten gemäß BaFin AuA 2025 umsetzen
  • Politisch exponierte Personen (PEPs) und wirtschaftlich Berechtigte identifizieren sowie das Transparenzregister nutzen
  • Verdächtige Transaktionsindikatoren erkennen und Meldepflichten gegenüber der FIU über goAML erfüllen
  • Branchenspezifische AML-Risiken in Immobilien, Krypto, Gaming und Handelsfinanzierung beurteilen
  • Deutsche Geldwäschetypologien analysieren: Smurfing, Layering, Briefkastengesellschaften, Offshore-Strukturen
  • Die Auswirkungen des EU-AML-Pakets und der AMLA auf deutsche Verpflichtete einschätzen
  • Technologische Innovationen – KI, Datenanalyse, Blockchain – im AML-Kontext verstehen
  • Hinweisgeberschutz und interne Eskalationsprozesse gemäß Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) verwalten

Kurs-Curriculum

6 Sections 27 Lectures 7 Stunden
  • Verständnis von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
  • Überblick über das Geldwäschegesetz (GwG)
  • Zentrale EU-Geldwäscherichtlinien und ihre Wirkung in Deutschland
  • Rolle der BaFin und deutscher Aufsichtsbehörden
  • Grundsätze des Rechtsstaats und Compliance-Kultur in der Geldwäscheprävention
  • Risikobewertungsmethoden in der Geldwäscheprävention
  • Gestaltung interner Kontrollsysteme
  • Transaktionsüberwachung und Warnsignale
  • Compliance-Ausschüsse und Meldewege
  • Anforderungen zur Kundenidentifizierung und Verifizierung
  • Erweiterte Sorgfaltspflichten bei Hochrisikoszenarien
  • PEPs, wirtschaftlich Berechtigte, Transparenzregister
  • Vereinfachte Sorgfaltspflichten: Wann und wie
  • Aufbewahrungspflichten und Dokumentationsstandards
  • Erkennen verdächtiger Transaktionsindikatoren
  • Meldepflicht an die FIU Deutschland
  • Hinweisgeberschutz und Meldestandards
  • Umgang mit internen Eskalationen und Dokumentation
  • Häufige deutsche Geldwäschetypologien: Immobilien, Kunst, Handelsfinanzierung
  • Branchenspezifische Risiken: Krypto, Glücksspiel, Finanzdienstleistungen
  • Verschleierungstechniken und Smurfing in der Praxis
  • Einsatz von Briefkastenfirmen und Offshore-Strukturen
  • Erfahrungen und präventive Strategien
  • EU-Geldwäschepaket und Auswirkungen der AMLA auf Deutschland
  • Technologische Innovationen: KI, Analytik, Blockchain in der Geldwäschebekämpfung
  • Nachhaltigkeit und Greenwashing in der Geldwäscheaufsicht
  • Fortlaufendes Lernen und Anpassung der Compliance

Für wen ist dieser Kurs geeignet?

  • Geldwäschebeauftragte und stellvertretende Geldwäschebeauftragte in Banken und Finanzinstituten unter Aufsicht der BaFin
  • Relationship Manager, Firmenkundenbetreuer und Private-Banking-Mitarbeiter
  • Immobilienmakler mit GwG-Pflichten (§2 Abs. 1 Nr. 14 GwG)
  • Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
  • Compliance-Teams bei Kryptowerte-Dienstleistern und FinTechs
  • Risikomanager, Innenrevisoren und Governance-Fachleute
  • HR- und Weiterbildungsverantwortliche für die GwG-Mitarbeiterschulung
  • Aufsichtsbehörden, BaFin-Prüfer und FIU-Analysten
  • Rechts- und Compliance-Studierende, die in den Bereich Finanzkriminalität einsteigen möchten
  • Leitende Angestellte und Vorstandsmitglieder regulierter Unternehmen

Anforderungen

Es ist keine frühere AML-Zertifizierung erforderlich. Hilfreich sind Grundkenntnisse in Geschäftsprozessen, Kundenaufnahme, Finanzdienstleistungen, rechtlichen Abläufen oder Compliance, zwingend notwendig sind sie jedoch nicht. Der Kurs eignet sich sowohl für Einsteigerinnen und Einsteiger als auch für erfahrene Mitarbeitende, die ein strukturiertes Deutschland-Update zu GwG, BaFin-Erwartungen, Verdachtsmeldungen und dem EU-AML-Paket benötigen.

Karrieremöglichkeiten

  • Geldwäschebeauftragter / MLRO – eine der gefragtesten Compliance-Funktionen in Deutschland gemäß BaFin-Anforderungen
  • AML-Analyst / Financial Crime Analyst in Retail-, Firmen- und Privatbanken
  • Compliance Manager oder Chief Compliance Officer (CCO) in regulierten Finanzinstituten
  • KYC/CDD-Analyst – Kundensorgfaltspflichten und Onboarding-Teams
  • Risikomanager (AML/Finanzkriminalität) in Versicherungen, Vermögensverwaltungen und FinTechs
  • Regulatory Affairs Spezialist mit BaFin-, FIU- und AMLA-Schwerpunkt
  • Innenrevisor mit Schwerpunkt Finanzkriminalität und regulatorische Compliance
  • Rechtsberater für GwG-Pflichten, wirtschaftlich Berechtigte und EU-AML-Compliance
  • FIU / Strafverfolgung – Financial Intelligence Analyst
  • AML-Berater oder Trainer für deutsche Unternehmen

Zertifizierungsinformationen

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses „Geldwäschebekämpfung und Prävention von Finanzkriminalität“ erhalten Sie ein Zertifikat, das Ihre Kenntnisse und Ihr Verständnis der Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung (AML), der Strategien zur Prävention von Finanzkriminalität, der Risikobewertung, der Betrugserkennung, der Compliance-Verfahren sowie der Überwachung verdächtiger Aktivitäten belegt.

Dieses Zertifikat kann dazu beitragen, Ihren Lebenslauf aufzuwerten, Ihren beruflichen Aufstieg zu fördern und Ihre Expertise gegenüber Arbeitgebern in den Bereichen Bankwesen, Finanzwesen, Compliance, Recht, Risikomanagement und Finanzdienstleistungen unter Beweis zu stellen.

Zertifikatsabbildung

Häufig gestellte Fragen

01 Was bedeutet Anti-Geldwäsche (AML)? +

Anti-Geldwäsche bezeichnet Maßnahmen und Vorschriften zur Verhinderung, Aufdeckung und Meldung illegaler Finanztransaktionen.

02 Warum ist AML-Wissen in Deutschland wichtig? +

Viele Branchen wie Banken, FinTech, Immobilien und Rechtsberatung müssen die Anforderungen des Geldwäschegesetzes (GwG) erfüllen.

03 Benötige ich Vorkenntnisse für diesen Kurs? +

Nein. Der Kurs beginnt mit grundlegenden AML-Konzepten und entwickelt schrittweise fortgeschrittene Compliance-Themen.

04 Welche Behörden überwachen AML in Deutschland? +

Wichtige Aufsichtsbehörden sind:

  • Federal Financial Supervisory Authority

  • Financial Intelligence Unit

Diese Institutionen überwachen Finanzinstitute und untersuchen Verdachtsmeldungen.

05 Hilft mir dieser Kurs bei einer Karriere im Compliance-Bereich? +

Ja. Der Kurs vermittelt Grundlagen, die für Einstiegspositionen im Bereich AML, Compliance und Finanzregulierung relevant sind.

06 Wie lange dauert der Kurs? +

Die meisten Teilnehmenden schließen den Kurs innerhalb von 6–10 Stunden Lernzeit ab.

07 Ist das Zertifikat für Arbeitgeber relevant? +

Das Zertifikat bestätigt AML-Kenntnisse gemäß deutschen und europäischen Compliance-Standards und kann daher die Beschäftigungsfähigkeit im Finanzsektor erhöhen.

08 What is money laundering under German law? +

Under section 1 of the GwG, money laundering is tied to the offence in section 261 of the German Criminal Code, and the Act also defines terrorist financing and the compliance duties intended to prevent both.

09 Who must comply with the GwG in Germany? +

Section 2 GwG lists the obliged entities. In practice, the law covers a broad range of businesses and professions, so organisations should check the statutory list instead of assuming that AML obligations apply only to banks. 

10 What is a beneficial owner and why does the Transparency Register matter? +

Section 3 GwG defines the beneficial owner. Germany’s Transparency Register exists to capture beneficial-ownership information for legal entities and associations covered by the Act, which makes ownership transparency a core part of AML compliance. 

11 What is a PEP in Germany? +

A politically exposed person is someone who holds or has held a prominent public function. The GwG definition covers international, European and national roles and is relevant not only to the individual, but also to family members and known close associates, which is why PEP screening matters in KYC.

12 When do I need to file a suspicious report with FIU Germany? +

A report is required when facts indicate that an asset may be linked to money laundering, terrorist financing or certain predicate offences. Reports are generally submitted electronically to FIU Germany through the goAML reporting portal. 

13 Is goAML registration mandatory in Germany? +

Yes. FIU Germany states that obliged entities under section 2(1) GwG had to complete registration in the electronic goAML portal by 1 January 2024, regardless of whether they had already filed a suspicious report. 

14 When is simplified due diligence allowed? +

Simplified due diligence is allowed only where lower risk has been established on the basis of the relevant risk factors; where risk is higher, enhanced due diligence must be applied.

15 How long must AML records be kept in Germany? +

Under section 8 GwG, records and supporting evidence generally have to be retained for five years.

Here your growth begins.

Unleash your potential. Learn anytime, anywhere.